Essigsäure
Essigsäure
Rohstoff für die Filmträgerproduktion
Essigsäure ist ein farblose, flüssige und ätzende Flüssigkeit mit typisch stechendem Geruch. Es handelt sich dabei um eine Carbonsäure.
Die klassische Herstellung der Essigsäure erfolgt durch die biologische Umsetzung von Wein durch Essigsäurebakterien. Dadurch entsteht Weinessig mit einem Säuregehalt von maximal 6%. Es liegt auf der Hand, dass der weltweite Bedarf von 7 Millionen Tonnen auf diese Weise nicht gedeckt werden kann.
Großtechnische Herstellung
Walter Reppe zeigte erstmals 1941, dass es möglich ist, Methanol unter hohem Druck in Gegenwart eines Katalysators mit Kohlenmonoxid zu Essigsäure umzusetzen. Der Aufbau einer großtechnischen Anlage unter Verwendung von Cobaltdiiodid als Katalysator gelang jedoch erst 1960 bei der BASF.
1970 entwickelte Monsanto einen neues Verfahren zur Erzeugung von Essigsäure aus Methanol und Kohlenmonoxid mit Rhodiumiodid als Katalysator. Das sogenannte Monsantoverfahren kam mit niedrigeren Drücken und Temperaturen aus und steigerte darüber hinaus noch die Ausbeute.
Eine Weiterentwicklung ist der Cativa Prozess, der mit Iridiumiodid arbeitet. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen im preisgünstigen Katalysator und der Einsparung von Wasser.
Quelle: Wikipedia