Der biegsame Film
Der biegsame Film
Inhalt
Rohstoffe
Filmproduktion
Die technische Herausforderungen
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren bereits zahlreiche brauchbare photographische Verfahren ausgearbeitet worden. Allen war aber gemeinsam, dass sie Glasplatten als Träger verwendeten, das kostspielig, schwer und besonders auf Reisen schwer zu handhaben war. So wog ein Dutzend gängiger Glasnegative mit einer Größe von 21,6 x 16,5 cm immerhin 1,87kg.
Zwar wurde das Papiernegativ bereits in der Frühzeit von Henry Fox Talbot verwendet. Wegen der im Vergleich zu Glasnegativen schlechte Qualität wurde dieses Verfahren aber schnell wieder aufgegeben.
Sowohl Kollodium kombiniert mit Gelatine als Filmbildner als auch ablösbare Negative erwiesen sich im Nachhinein als technische Sackgasse. Erst mit der Erfindung eines Kunststoffs auf Cellulosebasis, Celluloid gelang der technische Durchbruch.
Erst der billige und leicht zu handhabende Schichtträger ermöglichte die Popularisierung der Photographie als Massenphänomen in Gestalt der von George Eastmans Boxcamera mit Rollfilm deren cleveres Werbemotto: „You press the button, we do the rest“ die Bedeutung dieser technischen Errungenschaft auf griffige Weise versinnbildlicht.